|
Zum 100. Geburtstag Grünebergs schreibt eine Kölner Zeitung am 11.April 1927:
„Vor allen andern hat die Kaliindustrie also das Andenken an Dr. Hermann Grüneberg als einen der ersten und als den am erfolgreichsten an ihrer Entwicklung beteiligten Chemiker lebendig zu erhalten und spätern Geschlechtern als Vorbild zu zeigen“. (A45)
Hermann Grüneberg widmet sich mit großer Hinwendung zahlreichen gesellschaftspolitischen Aufgaben.
1878 kandidiert er zur Reichstagswahl für die Liberale Partei. (A18)
Er gründet den VDI – Bezirk Köln, dessen Vorsitz er anschließend achtzehn Jahre inne hat. (A12)
Gemeinsam mit seinem engen Freund, dem Kölner Unternehmer und Erfinder Eugen Langen sowie anderen Kölner Technikern ruft er den „Westdeutschen Verein für Erfindungsschutz“, den späteren Deutschen Patentschutzverein ins Leben. (A57)
Zusammen mit A. W. Hofmann und zahlreichen Industriellen gründet er 1867 die Deutsche Chemische Gesellschaft und ist später Mitgründer und 2. Vorsitzender des Deutschen Chemieverbandes. (A15/16)
Die Berufsgenossenschaft Section IV (Rheinland und Westfalen) bescheinigt ihrem Vorsitzenden, dass er lange vor dem Erlass des Unfallversicherungs-Gesetzes mit weiser Erwägung die Notwendigkeit sozialpolitischer Gesetzgebung erkannt hat.
(A31)
„Der unterzeichnete Vorstand und die Berufsgenossen werden das Andenken dieses um die öffentliche Wohlfahrt, insbesondere das Wohl der arbeitenden Classen hochverdienten, edlen und liebenswürdigen Mannes stets in hohen Ehren und liebevoller Erinnerung halten.“
Hermann Grüneberg gehört weiteren zwölf Gesellschaften in Köln – meist als tätiges Vorstandsmitglied - an.
Er ist Vertreter der chemischen Industrie im rheinischen Eisenbahnrat. (A40) |