Die mineralische Düngung in der Landwirtschaft (1861)
Unter dem Eindruck der von Justus von Liebig begründeten Agrikulturchemie und den Erfahrungen aus dem Studium bei seinen Pariser Lehrern Boussignault, George Ville und Gilbert entwickelt Grüneberg eine rastlose Tätigkeit zur Einführung der mineralischen Düngung in der Landwirtschaft.
Einerseits erkennt er die ungeheure volkswirtschaftliche und ernährungswissenschaftliche Bedeutung dieses Zukunftsbereiches - andererseits besteht natürlich auch die Notwendigkeit, neue Absatzmärkte für die Produkte der jungen Kaliindustrie zu schaffen.
In den nächsten Jahren widmet er sich intensiv der Aufgabe, weite Kreise der Landwirtschaft mit den Grundsätzen der mineralischen Düngung vertraut zu machen und dabei den Wert des Kalis als unentbehrlichen Pflanzennährstoff hervorzuheben. (A50)
Er unternimmt mit seinen Gefäßversuchen zusammen mit den Pariser Professoren einen Vorstoß in völliges Neuland. Die besten Möglichkeiten, die geeigneten chemischen Verbindungen, die entsprechenden Versuchspflanzen und die unterschiedlichen Gefäßformen sind auszusuchen. Mit seiner Auswahl trifft er meist das Richtige. (C25)
Die photographischen Aufnahmen der Gefäßversuche aus dieser Zeit unterscheiden sich kaum von heutigen, die im Prinzip unverändert durchgeführt werden.
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